NGN

MVNE

Mehrwertdienste NGN

Open-Access / Breitband

Network Separation

#Enum

1. MVNE

MVNE-Convergent Billing

MVNO-Prepaid

 

2. Mehrwertdienste NGN

Insgesamt ergeben sich für das Angebot von Sprachmehrwertdiensten im NGN in den nächsten Jahren die folgenden Rahmenparameter : Mehrwertdienste NGN

Durch das mögliche Auseinanderfallen der einzelnen Funktionsschichten im NGN (Transport, Call Control, Applikationen) ergeben sich insbesondere für Diensteanbieter ohne eigenes Transportnetz neue Formen der Zusammenschaltung bzw. des Anspruchs auf entbündelten Zugang : Zusammenschaltung auf Diensteebene

Nachfolgend sind weitere Dokumente zur Diskussion "Trennung Transport / Call Control (und/oder Applikationen") aufgeführt. Die Diskussion weist insgesamt wenige Berührungspunkte mit der aktuellen NGA (Access) Debatte auf. Allerdings wird insbesondere im Zusammenhang mit „Open-Access“ wohl oft stillschweigend vorausgesetzt, dass sich der Access-Anbieter ausschließlich auf Transportnetzfunktionalitäten reduziert und nicht den Versuch unternimmt eigene „Diensteschichten bzw. Call-Control-Funktionalitäten“ in den Weg zu stellen.

 

3. Open-Access (Glasfaser) / Breitband

Welche Preise wollen FTTX-Anbieter ?  = Gründe für deren Regulierung

·         27-1-2010 : Antrag Net-Cologne / MNet (BK3e-10-028 / BK3e-10-027) auf Anordnung der Entgelte für die Terminierung von Sprachverbindungen zu FTTB-Anschlüssen NetCologne GmbH

 

Wichtige Dokumente

 

Länder-Koordinationsstellen

·         Breitband Kompetenzzentrum Niedersachsen

·         Breitband-Initiative Rheinland-Pfalz

·         Freistaat Bayern

·         Kommunale IT Sachsen

·         Land Baden-Württemberg

·         Land Brandenburg

·         Land Hessen

·         Land Nordrhein-Westfalen

Förderprogramme : Beispiel Rheinland-Pfalz

Förderung des nachhaltigen Breitbandinfrastrukturausbaus im ländlichen Raum im Rahmen der "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK)

  1. Dezember 2007: Breitband-Fördergrundsätze im zwischen dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und  Verbraucherschutz (BMELV) und den Ländern vereinbart
  2. Anfang Juli 2008 : Fördergrundsätze von der EU-Kommission notifiziert
  3. 18. November 2008 : Veröffentlichung der entsprechenden Verwaltungsvorschrift VV-Verwaltungsvorschrift im Ministerialblatt der Landesregierung von Rheinland-Pfalz
  4. Anfang 2009 : Im Rahmen des Konjunkturprogramms II Auflegung eines Breitbandergänzungsprogramm zur Förderung der kommunalen Eigenverlegung von Leerrohren 
  5. Februar 2010: Versuch der Erweiterung der laufenden Förderprogramm um die Möglichkeit der Leerrohrförderung im Rahmen der GAK (Lösung für beihilferechtliche Problematik)
    1. Beihilferechtliche Rahmenregelung - Entwurf der Bundesregierung vom 12-2-2010 (Kommentierung bis 5-3-2010 möglich)

 

4. Network Separation (OpenReach) / Funktionale Separierung

Idee einer strukturellen Trennung von Netz- und Diensteebene:  in einer zum Review erstellten Studie von Hogan & Hartson and Analysys ("Preparing the Next Steps in Regulation of Electronic Communications") näher dargelegt.

In einer Rede zu den Netzwerkindustrien im 21. Jahrhundert hat Reding am 5. März 2007 Vergleiche zwischen den Sektoren Energie einerseits und elektronische Kommunikationsnetze und -dienste andererseits angestellt; dabei ist sie ganz zwanglos natürlich auf die im Energiebereich schon bestehenden Unbundling-Verpflichtungen gekommen und kündigte an, dass ein "europäischer Weg" der Entflechtung gefunden werden sollte, der funktionale und strukturelle Elemente enthalten solle.

Die Möglichkeit vollständiger struktureller Entflechtung sollte allerdings nicht ausgeschlossen werden - sie wird sogar als Möglichkeit für Unternehmen mit beträchtlicher Marktmacht zur Verringerung der Regulierungsintensität hingestellt:

"The possibility of full structural separation should however not be excluded in the electronic Communications markets.
For dominant companies that wish to reduce the intensity of regulation on electronic communications markets, full structural separation could be envisaged as a voluntary price to pay for reducing ex-ante-regulation."

Reding präzisierte in ihrer Rede, dass die Möglichkeit einer Verpflichtung zur strukturellen Trennung als weiteres Regulierungsinstrument vorgesehen werden sollte: "regulators should have a new remedy in their toolbox: the legal separation of the network assets from the service layers."

Das (bislang offenbar in Europa einzige) Beispiel funktioneller Trennung erwähnt Reding auch: OpenReach, die Ausgliederung des Anschlussnetzes der British Telecom, oder - in den eigenen Worten - "the proud guardians of the nation's local access network."
 

Die Präsentation der OpenReach-Chefin Anne Heal anlässlich des VAT-Forums letzten November ist auf der VAT-Website verfügbar).

Stellungnahme QSC 2006: S.2 - S.3

 

5. ENUM

Enum 0800

ENUM benutzt das "Domain Name System" (DNS) um die Telefonnummern auf die hinterlegten Webadressen bzw. URL’s zu verknüpfen und auflösen.

Das Protokoll zu ENUM ist im Standard "RFC2916" (E.164 Number and DNS) definiert.

Hintergrund: In der "E-Serie" sind diverse Protokolle der schweizerischen International Telecommunications Union (ITU) definiert, unter anderem ist im E.164 halt das bisherige internationale Nummernformat definiert (1-3 stellige Ländervorwahl plus eine maximal 15-stellige nationale Telefonnummer bestehend aus Vorwahl und Anschlußnummer). Durch diesen Standard und durch die Ländervorwahl kann jedes Land weltweit an dem Telefonnetz teilnehmen. Nord-America hat z.B. die Ländervorwahl 1, Deutschland die 49 usw.

Jedes Land benötigt natürlich eine Organisation, welche für die Verwaltung der Nummern verantwortlichst. So hat z.B. die Neustar Inc. mit der amerikanischen Regierung einen Vertrag für die Nummernhohheit. In Deutschland hat dies heute die Telefon-Regulierungsbehörde, welche zum Teil einzelne Nummernbereiche an Telekommunikationsfirmen und z.T. auch einzelne Nummern (z.B. im 0190‘er, 0800‘er und anderen Bereichen) an einzelne Endkunden vergibt. Natürlich hat die "Deutsche Telekom" heute quasi die meisten Nummern – wobei auf diese Telekom-Interne Datenbank wiederrum die Regulierungsbehörde keinen direkten Zugriff hat.

Zurück zum "Domain Name System" (DNS). Um die Telefonnummern in das DNS-System zu überführen, wird eine Telefonnummer in eine eindeutige Domain verwandelt. Dazu wurde eine neue Domain namens "e164.arpa" eingeführt und definiert. Unter dieser Domain werden nun einfach Subdomains für jede Ziffer der bisherigen Telefonnummer eingeführt. Da das DNS-System aber quasi Rückwärts arbeitet (die Topleveldomain ist immer die ganz rechte, die Domain ist die zweite von Rechts, Subdomains sind dann weitere), wird die Telefonnummer auch Rückwärts überführt. Um die Telefonnummer von Portunity (+49 2195 6845-0) als Beispiel in das DNS-System zu überführen, hier ein konkretes Beispiel:

1. Zunächst werden alle Leerzeichen und sonstigen optischen Strukturierungshilfen wie Bindestriche usw. entfernt: 49219568450
2. Die Nummer wird umgedreht: Aus 49219568450 wird damit 05486591294
3. Zwischen den Ziffern werden Punkte eingefügt: 0.5.4.8.6.5.9.1.2.9.4
4. Die ENUM-Domain "e164.arpa" wird angehängt: 0.5.4.8.6.5.9.1.2.9.4.e164.arpa

Die bisherige Telefonnummer +49 2195 6845-0 war die Ausgangsbasis und als Ergebnis haben wir einen vollständigen Domainnamen (sog. "Fully Qualified Domain Name" = FQDN) 0.5.4.8.6.5.9.1.2.9.4.e164.arpa erhalten. Dieser vollständiger Domainname kann ganz normal im Nameservicebetrieb verwendet werden.

Laut dem im RFC2915 definiertem ENUM-Protokoll werden im Nameserver spezielle Einträge verwendet um auf die einzelnen Kommunikationsadressen (Telefon, eMail...) zu verweisen. Verwendet werden dabei die sog. "Naming Authority Pointer Records" (NAPTR). Für jede Domain können mehrere dieser NAPTR-Einträge eingesetzt werden, eben für jede Kommunikationsadresse genau eine. Außerdem ist es möglich, Prioritäten (Preferenzen) zu definieren.

Wenn ein Anruf getätigt wird, wird über ENUM also zukünftig zunächst über das DNS-System die Nummer bis zum NAPTR-Eintrag aufgelöst, welcher dann auf eine Nummer eines Fax-Anschlußes, eines Telefons, eines Handys usw. zeigt bzw. diese als Ergebnis liefert (welche dann entsprechend angewählt werden kann).

Häufig wird in Verbindung mit ENUM auch das Voice-Over-IP (Telefonieren über das IP-basierte Internet) Verfahren genannt, da ENUM es erlaubt, von einem normalen Telefonanschluß z.B. ein Voice-Over-IP-Anschluß (z.B. einen normalen PC) anzurufen und umgekehrt. ENUM ist damit eine Schlüsseltechnologie um die beiden Welten IP (Internet) und PSTN (Telefonnetz) kommunikationstechnisch näher zusammenzubringen und verwachsen zu lassen.

ENUM erlaubt es dem Inhaber einer Telefonnummer, beliebig viele Dienste auf einer Telefonnummer abzubilden. Hierdurch wird es für Telekommunikationsgeräte und –Applikationen einfacher, alternative Dienste anzusprechen und für den Anwender nutzbar zu machen.

 

 

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